Was ist Print-on-Demand?
- schreibfrauen
- 6. März
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Apr.

Ein Beitrag von Heidi Engel
Print-on-Demand ist die Bezeichnung dafür, dass das gewünschte Buch erst bei einer Bestellung gedruckt wird.
Das Print-on-Demand bezieht sich nicht nur auf Bücher, es werden auch bedruckte Kleidung, Poster und andere Dinge angeboten.
Meine Erfahrungen habe ich bei Books on Demand (BoD) gesammelt.
Erhält mein Buch eine ISBN-Nummer bei Print-on-Demand?
Ja, dein Buch erhält eine eigene ISBN-Nummer und ist im Buchhandel ersichtlich.
Natürlich gibt es auch Druckauflagen, die ohne ISBN-Nummer versehen werden können. Dies vor allem dann, wenn es sich mehrheitlich für den Privatgebrauch handelt.
Wie sieht es mit den Kosten aus bei Print-on-Demand?
Das Print-on-Demand ist nicht gratis. Doch indem ich nur eine kleine Menge an Büchern (Auflagedruck) zu mir nach Hause liefern lasse und ansonsten alles über den Onlinehandel mache, halten sich die Kosten in Grenzen.
Bin ich mit Print-on-Demand an Termine gebunden?
Von den Verlagsautoren höre ich immer wieder, wie sehr sie unter Zeitdruck stehen, wenn es um die Abgabe ihres Manuskripts geht. Was den Selfpublisherinnen nicht passieren kann. Denn jede Selfpublisherin kann sich ihren eigenen Terminplan zurechtlegen.
Bin ich meine eigene Chefin bei Print-on-Demand?
Ein ganz klares JA. Ich kann über alles bestimmen. Das fängt beim Cover an, geht über den Buchsatz bis hin zum Veröffentlichungstermin.
Die meisten denken, dass es mit dem Buchschreiben und dem Druck erledigt sei. Doch das ist ein Trugschluss. Damit sich das Buch verkauft, muss Marketing betrieben werden. Und das nicht erst, wenn das Buch veröffentlicht ist, sondern schon während des Schreibprozesses. Auch dieser Part gehört zum Selfpublishing dazu.
Um dem allen Herrin zu werden, ist es wichtig, sich ein Zeitmanagement zurecht zu legen. Was einfach klingt, ist in der Realität nicht immer einfach umzusetzen. Das musste auch ich erfahren. Doch mit jedem Buch geht es mir leichter von der Hand.
Was ist der Unterschied zwischen Print-on-Demand und Auflagedruck?
Wie eingangs erwähnt, werden beim Print-on-Demand-Modell die Bücher erst gedruckt, wenn eine Bestellung eingegangen ist.
Beim Auflagedruck ist es so, dass ich als Autorin eine Anzahl meines Buches auf meine Kosten drucken lasse. Ich kann die Bücher direkt an meine Leserschaft bringen und den direkten Kontakt pflegen. Vom Gewinn und dem Kontakt mit der Leserschaft lohnt sich dieser Weg.
Doch wenn ich nicht weiss, wie viele Bücher ich verkaufen werde, kann der schlimmste Fall eintreffen und ich bleibe auf den gedruckten Büchern und dem Verlust sitzen.
Daher muss ich mir sicher sein, wie viele Bücher ich verkaufen und wie viel Zeit ich ins Marketing stecken kann, bevor ich eine Anzahl Bücher drucken lasse.
Welche Print-on-Demand Dienstleister gibt es noch?
Bisher war ich immer bei Books on Demand (BoD). Aber natürlich gibt es auch andere Anbieter. Ich habe euch einige aufgelistet. Aber Achtung, einige sind nur für E-Books.
Book on Demand (BoD)
Amazon KDP
Bookmundo
epubli
GRIN
NovaMD
tolino media
Tredition
und weitere
Meine persönliche Erfahrung mit Print-on-Demand
Mein erstes Buch veröffentlichte ich im 2023. Alles war für mich Neuland. So auch die Bestellung meiner 200 gedruckten Bücher. Nur trafen diese nicht wie vereinbart bei mir ein. Mit gemischten Gefühlen rief ich beim Dienstleister an und erkundigte mich nach dem Verbleib meiner Bestellung. Immerhin hatte ich die Rechnung in vierstelliger Höhe schon beglichen.
«Ich weiss momentan nicht, wo sich Ihre Bücher befinden», meinte die nette Dame am anderen Ende. Mir stockte das Herz. «Aber ich suche danach und melde mich wieder bei Ihnen», meinte sie.
Ungläubig starrte ich mein Handy an. War mein Geld und die Bücher verloren? Bange Stunden vergingen, bis mich die Nachricht erreichte, dass die Bücher aufgefunden worden waren. Die Pakete waren beschädigt und in ein Zwischenlager zurückgebracht worden. Was im System des Dienstleisters noch nicht hinterlegt war und die Dame dies nicht wissen konnte.
Mit zwei Wochen Verspätung traf die Bestellung bei mir ein. Ich war happy und konnte wieder in Ruhe schlafen.
Über die Autorin Heidi Engel
Heidi Engel wuchs in Plasselb auf und wohnt nun mit Ihrer Familie im Emmental. Neben ihrer Autorinnen Tätigkeit arbeitet sie ihrem erlernten technischen Beruf. Das Lesen ist nebst ihrer Familie ihre große Passion. Es vergeht kein Tag, an dem man ihr nicht mit einem Buch in der Hand begegnet.

5 schnelle Fragen an Heidi Engel:
So halte ich meine Ideen fest: Fresszettel oder Handy
Früher Vogel oder Nachteule?: früher Vogel
Team E-Book oder Taschenbuch?: Team Taschenbuch
Planerin oder Bauchschreiberin?: Bauchschreiberin mit bisschen Planung, denn die benötigt es ja immer.
Mein Geheim-Tipp gegen Schreibflauten: raus an die frische Luft


Danke für den Bericht, ich selbst veröffentliche im Selfpublishing auch über BoD und bin zufrieden
Danke für den informativen Artikel und weiterhin viel Erfolg!
Danke dir sehr für deinen Beitrag. Mein erstes Büchlein "Geheimnisvolles Nidwaldnerland" habe ich auch über Bod produzieren lassen. Ich war froh, dass ein guter Bekannter das Layout machte, denn ich empfand die Vorgaben ziemlich kompliziert. Mit der Qualität war ich zufrieden.
Als meine ersten Büchlein im Nu verkauft wurden und die Buchhandlung Von Matt in Stans neue bestellte, liess ich weitere 150 drucken. Auf den meisten davon sitze ich leider bis heute. Ich habe die Hälfte der gedruckten Büchlein verkauft und die anderen bringe ich leider auch für je einen Zweifränkler nicht weg. Dies frustriert mich schon etwas. Es war mit ein Grund, dass ich mein neues Bilderbuch nicht über bod drucken liess, zumal dort jedes farbige Bild enorm teuer…